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Feeling Good

[…] Faust1 in Darmstadt von Bettina Brunier in die Großraumdisko versetzt […] zwei Fausts. Samuel Koch, der schmale Mann in seinem Rollstuhl, ist der eine, Christian Klischat, im Vergleich: ein Koloss, der andere. Gerade am Anfang wirken sie wie Antipoden. Kochs Faust ist schlaff, apathisch. Er ist der Typ, der sein Leben verflucht, der einen neuen Kick herbeisehnt, aber noch nicht so recht weiß, ob er sich darauf überhaupt einlassen will. Klischats Faust dagegen ist agil, seine Stimme bebt und brummt, er gibt sich angriffslustig […]

(Nachtkritik, 8. 10.2016, Alexander Jürgs)

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Die Wahrheit macht alles nur schlimmer

[…] Christoph Mehler inszenierte Henrik Ibsens „Wildente“ am Staatstheater Darmstadt ohne Scheu vor der starken eigenen Vision des Stückes […] Als habe er Gottvater und die Heiligen auf dem Gewölk vor dem inneren Auge, lässt Mehler den alten weißbehaarten Konsul Werke (Hubert Schlemmer) meist mittig und ganz weit oben im Pantokrator-Mantel thronen, während sich der restliche Figurenzoo symmetrisch unter ihm verteilt: der schweigsame, hippie-haft aufgemachte Doktor Relling (Christian Klischat) zur Rechten unter sich, die mögliche Zukünftige Frau Sörby (Katharina Hintzen) zur Linken […] Read more →

GUT GESCHÜTTELT UND GEROCKT

“AC/DC-Songs” als existenzialistische Lyrik: Ein wilder und verstörender Abend in den Kammerspielen […] Hintzen und Klischat turnen,torkeln, toben eine heftige Stunde lang quer durch die Bar, zwei Getriebene, die außerdem gut bei Stimme sind […] der E-Gitarrist David Kirchner, einfühlsamer Begleitmusiker des Abends […] musikalischer Höhepunkt ist der Titeltrack des Abends “You Shook Me All Night Long” die Hardrock-Hymne von AC/DC, unbändigen Sex und Rebellion versprechend, wird hier auf die Temperatur von Fahrstuhlmusik heruntergekühlt […] aber Kunstrocker Klischat raunt die berüchtigten Schwüre mit voller Inbrunst ins Mikrofon […] komisch und anrührend zugleich […] spaßiges Retro-Feeling und existenzielles Schaudern mischen sich […] AC/DC Kopf Angus Young sollte das mal hören: Solche Tiefe hätte er bei sich selbst vielleicht nicht vermutet.
(Darmstädter Echo, 28.1.2016, Thomas Wolff)

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ABRECHNUNG IM NORDMEER

Theater-Solo – Christian Klischat haucht Mary Shelleys Frankenstein-Geschichte Leben ein.
Der Schauspieler Christian Klischat ist Spezialist für Solo-Auftritte: Im Schauspielfoyer des Darmstädter Staatstheaters lässt er Mary Shelleys “Frankenstein“ lebendig werden.

[…] Das Schiff liegt im Nordmeer, das Eis droht und mit ihm der Tod. „Setzt jeden Fetzen“, befiehlt Captain Robert Walton. Christian Klischat ruft es so laut durchs Foyer des Darmstädter Staatstheaters, dass das Kommando von den Garderobenschränken widerhallt. Und das Theaterschiff der Fantasie geht mächtig auf Fahrt, sein Wind ist allein die Kraft des Wortes […] Read more →

Der Heimkehrer

Porträt – Christian Klischat ging als Schüler ins Darmstädter Staatstheater, mittlerweile ist er als Schauspieler zurück
Er war Landarzt und König, Penner und Gott: Christian Klischat ist mit seiner ersten Saison im Darmstädter Schauspiel glücklich. Zum Abschluss zeigt er in zwei szenischen Lesungen sein Faible für kleine Formen und schaurige Geschichten.

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Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

[…] Zeitlos dreht sich „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ von Rainer Maria Rilke um die Sinnlosigkeit (jungen) Sterbens. Die Geschichte ist sowohl in einer Adaption von Viktor Ullmann, entstanden als Klavierversion kurz vor seiner Ermordung im Konzentrationslager Theresienstadt […] Das Staatsorchester Darmstadt, Chor des Musikvereins Darmstadt e. V., Dirigent: Will Humburg, Sprecher: Christian Klischat

 

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Wie bei Wladimir und Estragon

[…] Es einfach wieder von vorne machen: Niklaus Helbling inszeniert „Warten auf Godot“ am Staatstheater Darmstadt wie am ersten Tag […] Götz van Ooyen und Christian Klischat, von Mascha Mihoa Bischoff so eingekleidet, dass man sie noch auf Meilen gegen die Sonne als Wladimir und Estragon erkennen würde, sind gleichwohl eigen. Nicht einfach ein Clownspaar, eher: gestandene Männer, die bessere Zeiten gesehen haben dürften, bevor sie in diese schauerliche Situation geraten sind […] Das könnte damit zu tun haben, dass beide so erfrischend energisch mit dem Nichtstun umgehen und auch den Text sprechen, als wäre er nagelneu, und überhaupt so überzeugend den Eindruck vermitteln, diesmal könnte etwas anders werden. Es wird aber nichts anders. Mit Lucky (Christian Bayer) an der Leine kommt Hubert Schlemmer als zum Hochstapeln aufgelegter Pozzo vorbei. Der Bote des mysteriösen Godot ist ein stoischer Geissenpeter. Ein Abend, der sich vor allem für Godot-Einsteiger eignet. Beim ersten Mal ist es immer am besten […]

(Frankfurter Rundschau, 23.4.2015,Judith von Sternburg) 

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Einer musste es doch tun

Christian Klischats brillante Deutung des Judas-Monologs von Lot Vekemans:
[…] Sein Name gilt als Symbol des Verrats. Aber auch Judas hat sein Leben geopfert für die Sünden anderer: Aus dieser Deutung macht der Schauspieler Christian Klischat ein packendes Theater-Solo, das am Osterwochenende in den Kammerspielen des Staatstheaters zu erleben war […] Read more →

Die Götter langweilen sich

[…] Jacques Offenbachs Operette wird durch Cordula Däupers Regie für die heutigen Verhältnisse aufgefrischt. Amor hat nicht mehr viel zu sagen […]  Chef des Familienunternehmens Olymp ist der blitzeschwingende Jupiter, ein altgewordener Hippie (Christian Klischat), der wie Popmusiker John Lennon am Ende seines Lebens vor allem im Bett liegt […] Elias Grandy hält mit seinem Orchester diesen bunten, prallen Theaterabend auch musikalisch zusammen. Starker Beifall […]

(Frankfurter Neue Presse, 2.2.2015, Andreas Bomba) 

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MIO, MEIN MIO!

[…] Es ist erkennbar die Kraft der Gedanken, die hier die Wirklichkeit überwindet. Bosse (Jana Zöll) im Park erzählt seine Geschichte einem Obdachlosen (Christian Klischat), der in kalter Hochhauskulisse zwischen seinen leeren Flaschen lagert. Der Mann hat ein gutes Herz, er hängt sich eine Plastikfolie um und spielt den Flaschengeist, er setzt sich ein Glitzerband als Krone auf und spielt den König, und über seinem Feuerchen wird er auch das Wunderschwert schmieden, das Kato (Gabriele Drechsel) zur Strecke bringt […]

(Darmstädter Echo, 12.11.2014, Stefan Benz)

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