KÖNIG DES HIMMELS

Christian Klischat tourt mit reichlich Theologie im Gepäck […] brilliert in seiner Rolle als Soldat in “Der König der Himmel” […] Der Spagat zwischen Theater und Theologie zwischen Kunst und Kirche liegt ihm am Herzen […] Zum verabredeten Gespräch beim Italiener kommt er zwischen Betriebsratssitzung und der telefonischen Zusage an seine Frau : “Ja, ich hole Aron um drei aus dem Kindergarten ab.” Alltag des Vaters von drei Kindern. Das feste Engagement als Schauspieler am Darmstädter Staatstheater vor drei Jahren bedeutet auch, zum ersten Mal die Familie am Arbeitsort zu haben […]

(15.4.2018, Evangelische Sonntags-Zeitung, Siegmund Krieger)

Fünftes Konzert der Kammermusikreihe „Soli fan tutti“ im Staatstheater Darmstadt

[…] „Schläft ein Lied in allen Dingen“ heißt es bei Josef von Eichendorff, und der Schauspieler Christian Klischat rezitierte dieses Gedicht neben weiteren Versen und kurzer Prosa von verschiedenen Dichtern und Denkern zwischen den acht Stücken für Klarinette, Viola und Klavier op. 83 von Max Bruch. So ergaben sich im 5. Konzert der Kammermusikreihe „Soli fan tutti“ reizvolle, zum Schmunzeln und Nachdenken animierende Momente, die auf die Spur des Verhältnisses von Musik und Sprache führten. Klischat las ruhig und pointiert, Felix Welz (Klarinette), Anja Beck (Viola) und Jason Tran (Klavier) spielten mit Leidenschaft und Prägnanz, wobei die Klarinette eine leichte Dominanz ausübte. Dass liedhafte Züge in diesen romantisch geprägten acht Stücken den Ton angeben, wurde von Anfang an deutlich dank der singenden Tongebung der Melodieinstrumente […]

(9.4.2018, Bürstädter Zeitung, Klaus Trapp)

Mitreißend minimalistisch

[…] Ein ganz besonderes und eigenwilliges Theaterstück zu diesen grausamen, historisch belegten Geschehnissen vor 2000 Jahren in Jerusalem war nun in der evangelischen Kirche in Nieder-Olm zu sehen […] Diese Schlichtheit stand im krassen Gegensatz zur unglaublichen Präsenz des Schauspielers, der blutverschmiert in zerlumpter Kleidung und mit einem purpurfarbenen Tuch einen römischen Soldaten verkörperte, der das Kreuz mit dem toten Jesus bewachen musste […] Die ausgefeilte Sprache, die Dynamik und die ausdrucksstarke Mimik und Gestik – Klischat nahm mit intensiven Blicken mit den Zuschauern Kontakt auf und ließ sie an der Gefühlswelt des Soldaten und am Geschehen von damals teilhaben. Lautes Schreien, verzweifeltes Wüten standen leisen Tönen, nachdenklichem Sinnieren und spannungsgeladenem Schweigen gegenüber […]

(Allgemeine Zeitung, 27.3.2018, Margit Dörr, Foto: Stefan Sämmer)

SIEBENSTEIN

Dreharbeiten Im März, Regie: Renata Kaye und Wolf-Armin Lange, Kamera: Gert Stallman

Den Tisch zur Bühne gemacht

[…] Luther’s Tischrede im historischen Rathaus Harxheim. Im wahrsten Sinne des Wortes hat Christian Klischat, im Zellertal zwischenzeitlich wohl bekannter Schauspieler des Staatstheaters Darmstadt, den Tisch zur Bühne gemacht […] In der relativ kurzen aber unter die Haut gehenden Performance band Klischat das Publikum geschickt mit ein […] In seinen geschickt platzierten Sprachpausen baute sich Spannung auf – man konnte die sprichwörtliche Nadel fallen hören. Ebenso ungewöhnlich wie das Stück begann trat auch der Schauspieler am Ende ab. Mit  anhaltendem und herzlichem Beifall dankte das Publikum für die „erfrischend andere“ Vorstellung […]

(Nibelungen Kurier, 19.2.2018, Foto: Caroline Schenck)

„DIE MUSINAUTEN 3“ BAROCK

3. Familienkonzert im Staatstheater Darmstadt […] Die Musinauten sind wieder unterwegs zu den Sternen, den Stars, den Ikonen der… Barockmusik! Denn schon vor 250 Jahren gab es den einen großen (Pop)-Star: Georg Friedrich Händel. Seine “Hits” wie die “Wassermusik” oder die “Feuerwerksmusik” sind unvergessene Klassiker der Musikgeschichte und machten ihn in ganz Europa berühmt. Aber auch ein echtes Darmstädter Urgestein soll nicht unentdeckt bleiben. Denn Christoph Graupners Ouvertüre in B-Dur ist eine Reise wert […] Das Staatsorchester Darmstadt, Leitung: Michael Nündel, Moderation: Christian Klischat […] Foto: Robert Schittko […]

Molières „Menschenfeind“ braust mit Klamauk und Klimbim durchs Darmstädter Staatstheater

[…] Christian Klischat trägt als Feierabenddichter Oronte Afro und Pelzmantel, sieht aus wie Stefan Raab bei einer Retro-Show, zappelt und greint wie ein Kind […] Gut hundert Minuten braucht er dafür, und der Abend hat bei diesem forcierten Tempo Momente, da kippt die Komik in Klimbim und Krawall, landet Molière beim Zirkus Halligalli […] In den Darmstädter Spielplan, der so grell wie düster anmutet, fügt sich diese Produktion schrecklich schön schrill […]

(Darmstädter Echo, 27.1. 2018, Stefan Benz)

Tragikomödie in Darmstadt: „Indien“ mit starkem Darsteller-Duo

…Mathias Znidarec…Inszenierung… „Indien“…Darmstadt hat mit Christian Klischat und Florian Mania eine richtig gute Besetzung, die bei der Premiere am Mittwochabend mit großem Beifall gefeiert wurde… beide Schauspieler haben genug Wandlungsfähigkeit in Reserve, um zu zeigen, wie die wachsende Freundschaft die beiden Männer verändert…

(Darmstädter Echo, 1.12.2017, Johannes Breckner)

Christian Klischat nimmt im Heylshof in Worms als Luther kein Blatt vor den Mund

[…] Wäre Martin Luther selbst dabei gewesen, ihm hätte der literarisch-musikalische Abend zum 500. Reformationsjubiläum im Heylshof unter dem Motto „Er nymbt kein Blat fürs Maul“ bestimmt gefallen. Ganz nach seinem Geschmack dürfte die Mischung von Schauspiel, Gesang und Instrumenten sowie feinen Speisen und einem guten Tropfen Wein gewesen sein […] Der Unterhaltungsfaktor dabei war für den Redner selbst und seine begeisterten Zuhörer sichtbar hoch, genauso wie der dynamische, kraftvolle Bühnendarsteller das Publikum direkt ansprach, einbezog und mitriss. Ideale Ergänzung der Performance war die musikalische Bereicherung durch zeitgenössische Kompositionen der Reformationszeit, ausgeführt von den Vokalisten der Capella lutherana […]

(Wormser Zeitung, 2.11.2017, Viktoria Selbert, Foto: Caroline Schenck)

Sandale? Skandal? Egal.

[…] Gustav Rueb inszeniert fürs Staatstheater Darmstadt so umstandslos wie munter und herzhaft Georges Feydeaus „Ein Klotz am Bein“ […] Das Ensemble darf es indessen so aussehen lassen, als legte es alle Blödsinnshemmungen ab. Denn die Dinge geraten doch hier durch die Ausgangslüge schnell und dann für immerhin (mit Pause) zweieinhalb Stunden gehörig aus den Fugen […] „Ein Klotz am Bein“ jedenfalls schnurrt in allen Verwicklungen, in jedem Dialog tadellos ab. Und Regisseur Rueb sorgt dafür, dass das auch in Darmstadt so ist […]

(Frankfurter Rundschau, 17.10.2017, Sylvia Staude)

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