Premieren-Marathon mit drei Beckett-Stücken in Wiesbaden

[…] Ein Kraftakt, der sich für das Publikum lohnt: Mit „Glückliche Tage“, „Endspiel“ und „Warten auf Godot“ startet das Staatstheater einen kleinen Corona-Spielplan […] Laufenbergs Strichfassung bringt einige aktuelle Anspielungen, verzichtet aber auf den Boten, der ausrichtet, dass Herr Godot sich verspäte. Damit spitzt er noch mehr zu: Gibt es diesen Godot überhaupt? Oder wartet man vollkommen grundlos? Da ist die Ankunft des peitschenknallenden Pozzo (generös und brutal zugleich: Christian Klischat) und seines Knechts Lucky (Atef Vogel) eine Abwechslung in der ereignislosen Ödnis […] Von der Leere draußen in die Enge drinnen: Auch bei „Endspiel“, dieser apokalyptischen Dystopie, reiben sich als einzige Überlebende zwei Paare aneinander. Hier gab es ebenfalls durch den Ausfall Birnbaums eine Änderung. Philipp Appel sprang sehr souverän als Clov ein, dem vom blinden Hamm (auch hier verstörend diabolisch und gnadenlos: Christian Klischat) die Dienerrolle aufgezwungen wird […]

(Darmstädter Echo, Birgitta Lamparth, Foto: Karl und Monika Forster)

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Wiesbaden: Biblisches Theatersolo

[…] Das letzte Buch der Bibel bleibt ein großes Rätsel voller Schreckensbilder: Im Maifestspiel-Spezialprogramm interpretiert Christian Klischat die Offenbarung des Johannes […] Es ist nicht leicht, als Empfänger dieser Botschaft auserwählt zu sein. Das erfahren wir in einem mehrfachen Prozess der Vermittlung, zu dessen Teil der Zuschauer wird: Im Blick des Schauspielers erkennt man, was das Gesehene in diesem Betrachter auslöst, und wenn er es formuliert, produziert er neue Bilder in jedem einzelnen seiner Zuhörer […]

(Darmstädter Echo, Johannes Breckner )

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Maifestspiele-Spezial: Viele Stimmen für einen Räuber

[…] Im durch Corona bedingten Maifestspiel-Spezialprogramm bringt der Schauspieler Christian Klischat sein „Schinderhannes“-Solo auf die Bühne des Kleinen Hauses in Wiesbaden […] Seine Geschichte erzählt der Schauspieler Christian Klischat, aus Darmstadt ans Ensemble des Wiesbadener Staatstheaters gewechselt, am zweiten Abend der Maifestspiel-Spezialausgabe unter großem Beifall des kleinen Publikums, das bei aller Corona-Vorsicht größer hätte sein dürfen. „Schinderhannes“ ist einer von mehreren erfolgreichen Soloabenden, die Klischat mit dem Autor und Regisseur Götz Brandt erarbeitet hat. Der Schauspieler kann auch Teamplayer sein, aber er hat erkennbare Lust daran, einen Abend ganz allein zu modellieren, unter Einsatz weniger Requisiten, eine pure, unverstellte Art der Schauspielkunst, die den Zuschauer teilhaben lässt am Werden der Gestalten, bis er ganz bei ihnen ist […]

(Wiesbadener Kurier, Johannes Breckner, Foto: Andrea Hansen)

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„Sie können die Maske jetzt abnehmen“

[…] Nachdem die Kulturinstitutionen ihre Türen wegen der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zwei Monate lang schließen mussten, hat das Staatstheater Wiesbaden als eines der ersten in Europa wieder geöffnet. Die Wiederaufnahme der „Schinderhannes“-Produktion stand ganz im Zeichen der Entbehrungen der vergangenen Monate. „Vielen Dank, dass Sie sich hier her getraut haben und dass ich heute Ihr Testballon sein durfte,“ sprach am Ende ein sichtlich bewegter Schauspieler sein Publikum direkt an. […]

(FAZ, Grete Götze, Foto: Andrea Hansen)

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Mal zart, oft roh, immer präsent

[…] Wie der Schauspieler Christian Klischat in einem Ein-Personen-Drama in der ehemaligen Güterhalle von Höchst das Leben des Schinderhannes nacherzählt […]

(Darmstädter Echo, Michael Lang, Foto: Andrea Hansen)

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Treppenwitz der Weltgeschichte

[…] Am Staatstheater Wiesbaden wird Dürrenmatts „Romulus der Große“ aufgeführt – als imperialer Hühnerhaufen. Der Spaß kommt bei der Aufführung nicht zu kurz […]

(FAZ, Matthias Bischoff, Foto Karl und Monika Forster )

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Roter Ritter fasziniert in der Dorfkirche Münchengosserstädt

[…] Am Samstagabend faszinierte Christian Klischat mit dem Solostück „Parzival – aus dem Leben des roten Ritters“ von Regisseur Götz Brandt in Münchengosserstädt. Der unter anderem vom Staatstheater Wiesbaden und der Kinderserie Siebenstein bekannte Schauspieler verstand es, Spannung beim Publikum über die gesamte Dauer zu erzeugen und zu halten […]

( Thüringer Allgemeine, Britta Rehder-Geßner, Foto: Andrea Hansen)

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Alan Ayckbourn „Schöne Bescherungen“: Am besten in die Kiesgrube

[…] „Schöne Bescherungen“, famos aufbereitet im Staatstheater Wiesbaden […] dieses Stück und diese Inszenierung lassen nichts aus an Slapstick, blühendem Blödsinn, sprachlichen und optischen Grobheiten. Die Typen sind zur Kenntlichkeit geschärft […] Dazwischen stimmen die Darsteller Weihnachtsliedchen an, „White Christmas“ oder „We Wish You a Merry Christmas“. Irgendwann sind alle betrunken […]

(Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, Foto: Karl+Monika Forster)

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